Mittwoch, 23. Mai 2007

Khao Sok

Khao sok ist kein thailaendisches nationalgetraenk aus kakao und stinkenden socken, sondern ein nationalpark in der mitte thailands, der vor dem naechsten inselhopping uns nochmal etwas jungle-abenteuer bescheren sollte. Die etwas holprige minivanfahrt war fuer kristins magen schon mal das erste abenteuer an diesem tag. Das zweite war das etwas zu scharfe essen am abend, das dritte die ghekkofamilie, die sich in unserem baumhaus eingenistet hatte. Waehrend Kristin sich aber am naechsten morgen weitgehend erholt hatte, begann fuer mich auf der pick up fahrt zum see das pipi-drama, dass sich in den folgenden zwei tagen zu einer ordentlichen blasenentzuendung ausweiten sollte. Wir machten eine zweitaegige tour zum chiaw lan lake.

















Der see ist die einzige attraktion in der gegend, dafuer kann man sich daran tagelang sattsehen. Er ist etwa so gross wie der balaton, obwohl die wirkliche groesse aufgrund der vielen seitenarme nur schwer abschaetzbar ist, er hat die tiefe und die mystik von loch ness, die weite und ruhe schwedischer archipelagos und den mediterranen dunst des lago maggiore….








Ein panorama, das zu jeder tageszeit in einem anderen licht, einer neuen perspektive erscheint. Zunaechst hiess es fuer uns aber erstmal wieder jungletrekking. Kristin verspruehte eine ausgesprochen wirksame aura auf blutegel, die so wie sie sich regelmaessig an kristins bein festsaugten eigentlich blutekel heissen muessten. Der hoehepunkt der tour war die einstuendige durchquerung eine hoehle, an deren eingang wir bereits gezwungen waren, von unserer spinnen-, fledermaus-, schlangen- und klaustrophobie abzusehen. Da meine stirnlampe kaputt war, bekam ich die des bootmanns, deren konstruktion wohl noch aus dem vorvergangenen jahrhundert war. Er warnte mich mehrmals davor, das dazugehoerige stromaggregat mit wasser in beruehrung zu bringen. Im bestreben, seinen worten zu folgen, hielt ich bei einer tauchstelle zwar das geraet ueber wasser, waere aber beinahe selbst untergangen bzw. habe mir maechtig die beine an der engen schlucht aufgeschlagen. Hauptsache die lampe blieb trocken.

danach schipperten wir noch in nassen klamotten auf dem see herum auf der suche nach affen, von denen wir bisher wahrlich zu wenige gesehen haben. Der zusaetzliche heimatkunde-verhaltensforschung-ausflug war fuer meine blasenentzuendung jedenfalls nicht foerderlich….












Entschaedigt wurden wir mit einer uebernachtung in schwimmenden hausbooten, bei denen der weg zur toilette 200m und fast 50 hoehenmeter einschloss.







Dafuer hatten wir eine eigene seeterrasse, die vor allem nachts multifunktional einsetzbar ist….







Die folgenden zwei tage verbrachten wir noch mit ein bisschen trekking und rumhaengen in khao sok village, das mehr gluehwuermchen als einwohner hat.
Als alleinreisende europaeische frauen fielen wir der maennlichen dorfgemeinschaft sofort auf, die fortan fuer unser verstaendnis zu agressives balzverhalten an den tag legte. Seitdem empfinden wir (geschlechterindifferente) ghekkos als weniger bedrohlich und verbringen fortan unsere abende lieber mit kleinen tierchen als mit mittelgrossen thais…








2 Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Genau die Tour meinte ich. Offensichtlich hast Du im selben Baumhaus geschlafen, die selbe Höhle durchtrekkt, auf dem selben Berg gesessen und das selbe Klo bei den schwimmenden Bambuhuts besucht...wie Jule, Mella und ich vor einigen Jahren ;-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Sabine, Deine Beschreibung des Sees und die Vergleiche mit Balaton, Lago Maggiore und Loch Ness waren gemeinsam mit den Bildern wirklich sehr anschaulich zumal ich die ersten beiden Seen auch kenne. Vielleicht komme ich ja auch irgendwann an den 3. von Dir genannten See, denn da erwarten mich hoffentlich keine Spinnen u.ä. Getier. Kann mich noch daran erinnern, wie Steffi von einer großen Spinne berichtet hat, die unter ihrem oder Jules Kopfkissen saß. Mit sträuben sich schon die Nackenhaare, wenn ich nur darüber schreibe.
Freue mich riesig, dass Du weder mit den Stromteilen der Lampe ins Wasser getaucht bist, während Du Sie in der Hand hieltest bzw. diese mit einem Körperteil von Dir in Verbindung stand und auch darüber, dass weder die Lampe abgesoffen ist noch Du Dich im Wasser der Höhle verloren hast.
Wiederhole noch einmal meine Bitte an Dich: Pass auf Dich auf! Ansonsten weiterhin viel Spaß (abenteuerlich kann es ein bißchen weniger sein)
Bines Mutti