Der see ist die einzige attraktion in der gegend, dafuer kann man sich daran tagelang sattsehen. Er ist etwa so gross wie der balaton, obwohl die wirkliche groesse aufgrund der vielen seitenarme nur schwer abschaetzbar ist, er hat die tiefe und die mystik von loch ness,
die weite und ruhe schwedischer archipelagos und den mediterranen dunst des lago maggiore….
Ein panorama, das zu jeder tageszeit in einem anderen licht, einer neuen perspektive erscheint. Zunaechst hiess es fuer uns aber erstmal wieder jungletrekking. Kristin verspruehte eine ausgesprochen wirksame aura auf blutegel, die so wie sie sich regelmaessig an kristins bein festsaugten eigentlich blutekel heissen muessten. Der hoehepunkt der tour war die einstuendige durchquerung eine hoehle, an deren eingang wir bereits gezwungen waren, von unserer spinnen-, fledermaus-, schlangen- und klaustrophobie abzusehen. Da meine stirnlampe kaputt war, bekam ich die des bootmanns, deren konstruktion wohl noch aus dem vorvergangenen jahrhundert war. Er warnte mich mehrmals davor, das dazugehoerige stromaggregat mit wasser in beruehrung zu bringen. Im bestreben, seinen worten zu folgen, hielt ich bei einer tauchstelle zwar das geraet ueber wasser, waere aber beinahe selbst untergangen bzw. habe mir maechtig die beine an der engen schlucht aufgeschlagen. Hauptsache die lampe blieb trocken.
Entschaedigt wurden wir mit einer uebernachtung in schwimmenden hausbooten, bei denen der weg zur toilette 200m und fast 50 hoehenmeter einschloss. 
Die folgenden zwei tage verbrachten wir noch mit ein bisschen trekking und rumhaengen in khao sok village, das mehr gluehwuermchen als einwohner hat.
Als alleinreisende europaeische frauen fielen wir der maennlichen dorfgemeinschaft sofort auf, die fortan fuer unser verstaendnis zu agressives balzverhalten an den tag legte. Seitdem empfinden wir (geschlechterindifferente) ghekkos als weniger bedrohlich und verbringen fortan unsere abende lieber mit kleinen tierchen als mit mittelgrossen thais…
2 Kommentare:
Genau die Tour meinte ich. Offensichtlich hast Du im selben Baumhaus geschlafen, die selbe Höhle durchtrekkt, auf dem selben Berg gesessen und das selbe Klo bei den schwimmenden Bambuhuts besucht...wie Jule, Mella und ich vor einigen Jahren ;-)
Hallo Sabine, Deine Beschreibung des Sees und die Vergleiche mit Balaton, Lago Maggiore und Loch Ness waren gemeinsam mit den Bildern wirklich sehr anschaulich zumal ich die ersten beiden Seen auch kenne. Vielleicht komme ich ja auch irgendwann an den 3. von Dir genannten See, denn da erwarten mich hoffentlich keine Spinnen u.ä. Getier. Kann mich noch daran erinnern, wie Steffi von einer großen Spinne berichtet hat, die unter ihrem oder Jules Kopfkissen saß. Mit sträuben sich schon die Nackenhaare, wenn ich nur darüber schreibe.
Freue mich riesig, dass Du weder mit den Stromteilen der Lampe ins Wasser getaucht bist, während Du Sie in der Hand hieltest bzw. diese mit einem Körperteil von Dir in Verbindung stand und auch darüber, dass weder die Lampe abgesoffen ist noch Du Dich im Wasser der Höhle verloren hast.
Wiederhole noch einmal meine Bitte an Dich: Pass auf Dich auf! Ansonsten weiterhin viel Spaß (abenteuerlich kann es ein bißchen weniger sein)
Bines Mutti
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