Sonntag, 13. Mai 2007

Lost in jungle

regen – wald – gruene baueme - brauner matsch – blaue ponchos – regentanz - opium – slippery!! – “be careful”- “watch out” – bambus – reis - noch mehr regen – noch gruener - same, same, but different - larry alias crocodile dundee – john alias jack johnson – lucy und caroline: “we don’t wanna go more uphill” - ronan alias siddharta – toto (guide): “I gonna wiiiin this game” – moskitos – einsamkeit – kaelte – hitze – schwuele – chang beer – “oh, my budda” – kinder, die mit digicams eigene filme drehen – solarzellen neben feueroefen – baden im fluss – duschen unterm wasserfall – schlafen in bambushuetten - bei stroemenden regen frierend auf einen elefanten sitzen - einbeinig auf einem floss balancieren – sich treiben lassen – in die ferne eintauchen - nie mehr trocknende klamotten …






























Donnerstag, 10. Mai 2007

Bangkok

Zunaechst muss an dieser stelle mal mit dem mythos aufgeraeumt werden, Bangkok sei laut, heiss, chaotisch und versmogt. Laut ist es nur fuer das sensible europaeische geraeuschempfinden, das wir ja bereits im dohaer nachtclub abgelegt haben. Viel ungewohnter als die hitze ist der staendige kaelteschock, der einen hinter jeder geschlossenen tuer erwartet. Und auch der verkehr ist zu ertragen, schliesslich fahren die autos immerhin in ihrer spur, beachten die ampeln, und selbst wenn man einen schritt auf die strasse setzt, stoppt dann doch mal das ein oder andere vehikel, denn bei einem zusammenstoss wuerden die thais ihr gesicht verlieren und wir vermutlich arme und beine, und damit ist ja schliesslich niemanden geholfen. Wer tuk tuk faehrt, ist selbst schuld, denn der atmet die abgase, die es produziert selbst ein. Sehr zu empfehlen ist die fortbewegung mit dem Schiff, denn das ist halbwegs windig und das optimale sight-seeing programm, da man sich nicht gross bewegen muss.


















































Natuerlich kamen auch wir nicht an der khao san road (KSR) vorbei, in der alle touris ob sie nun wollen oder nicht automatisch hinverfrachtet werden. KSR steht auch fuer: Kaufen, Saufen und (orientierungsloses) Rumlaufen - der ballermann der hippiegeneration.


Es gibt im KSR-District drei spezies von touristen: die n


euankoemmlinge, die teil-assimilierten und die voll-assimilierten. Die neuankoemmlinge, zu denen wir ja zunaechst auch gehoerten, erkennt man daran, dass sie noch etwas schockiert ueber diese form der touristen-ghettoisierung durch die strassen laufen und nur tiere essen, von denen sie glauben, dass sie sie schonmal gesehn haben, und sei es im discovery channel. Auch schauten wir uns anfangs auch noch unglaeubig nach jedem westernman-thaiwoman-couple um. Schockierend ist dabei weniger die tatsache der kaeuflichen liebe, sondern die stets ungleich anmutenden konstellation der paarungen. Die teil-assimilierten, zu denen wir uns schon am zweiten tag zaehlten, koennen immerhin schon patthai- von ratthai-nudeln unterscheiden und haben irgendein hippiestyle-accessoires erworben. Die vollassimilierten haben eine auffallend ausgepraegte braeune, wobei nicht sicher ist, ob es sich dabei nicht um dreck handelt, und laufen voellig bekifft durch die strassen auf der suche nach Leonardo. Wir gaben uns erstmal mit ein paar cocktails zufrieden, die uns nach zwei fast schlaflosen naechten auch endlich den erholsamen tiefschlaf brachten.


Dieser blieb uns schon diese nacht wieder verwehrt, denn da ging es mit dem nachtzug ins 700 kilometer noerdlich gelegene chiang mai. Die schlafboje bot ungefaehr soviel platz wie eine einmann-raumschiffkapsel und bei jedem anfahren den zuges, stiessen wir uns synchron den kopf an der wand. Die Kapseln sind auf asiatische Menschen zugeschnitten, so dass wir mit unserem europaeischen Durchschnittsmass von 1,68m genau reinpassten.
Fuer morgendliche aufregung sorgte dann auch noch die tatsache, dass wir es gewagt haben, nasse t-shirts an die gepaeckablage zu haengen. Zugpersonal und militaer wurden zusammengetrommelt, um die westliche ware zu untersuchen und uns schliesslich eine ermahnung wegen belaestigung der anderen fahrgaeste zu erteilen. Wir haben uns bueckend und kniend entschuldigt und werden fortan wachsamer sein.



















Dienstag, 8. Mai 2007

Clubbing in Doha

Der einladung eines sheikhs folgend, machten wir auf dem weg nach bankgok einen kleinen abstecher nach quatar, wo wir zwar nicht tausend, aber zumindest eine nacht verbringen konnten. Kristin machte gleich vor dem flug auf sich aufmerksam, indem sie eine schere auf ihrem sitz fand und sie daraufhin – als handele es sich dabei wirklich um eine mordwaffe – der cabine crew uebergab, immer wieder beteuernd “this is not mine. Honestly!”. Der flight attendent hatte danach jedenfalls irgendwie ein auge auf uns, was wohl allerdings nichts mehr mit der schere zu tun hatte. Unserem outfit zufolge vermutete er, wir wuerden nach Nepal reisen, war dann aber doch ganz hellhoerig, als wir ihm mitteilten, eine nacht in doha zu verbringen…. Ein paar stunden und gespraeche spaeter hatten wir eine verabredung mit der philippinisch-franzoesischen-singapurianischen-arabischen cabine crew zum clubbing in doha. Bei diesem verlockenden angebot sagten wir dann auch unserem sheikh ab, der uebrigens in diesem bescheidenen palast wohnt….

Bis wir die anderen in einem café in doha trafen, fuhren wir erstmal an die corniche – der uferpromenade, die allerdings wie ganz doha ziemlich verlassen und alles andere als orientalisch ist. Doha ist eine absolute planstadt, entstanden auf bauzeichnungen bzw.
immernoch im entstehen: ein paar sozialistisch monumentale regierensbauten, verlassene buerotuerme, shoppingmals, die einem indoordisneyland gleichen, ein fastfoodmekka und mehr autos als menschen auf den strassen – eine geisterstadt. Daran, dass wir uns in einem arabischen land befanden, erinnerte hoechstens die nivellierung alles weiblichen aus der oeffentlichkeit – entweder ganz hinter mauern versteckt, oder in scharzen saecken verhuellt oder in separate aufenthaltsraueme verwiesen….






Die einzig wahrnehmbare spezies frauen sind hier philippinas, so dass wir als eupaerinnen in nepal trekking klamotten im dohaer nightlife aeusserst exotisch wirkten.
Alkohol darf man in doha nur indoor trinken, dafuer wird er dann aber gleich in flaschen bestellt….Die zwei stunden bis zur speerstunde um 2 uhr wurden dann entsprechend exzessiv genutzt. Halb quatar airways war in dem club versammelt und mutierte von der schuechternen chicken or meat-dauersmiling-cabine crew zum hedonistisch globalen partyvolk – ein leben zwischen den extremen, immer auf der ueberholspur, eine familie fuer wenige stunden.
Nach dem club landeten wir im haus eines typen, hingen da ein bisschen rum, bis wir schliesslich von khalil, der sich als einheimischer ausgesprochen verantwortlich fuer uns fuehlte, mit fast food versorgt wurden und uns den sonnenaufgang an der corniche anschauten…

Khalil fuhr uns dann auch wieder zum flughafen, obwohl er selbst voellig durchnaechtigt war und selbst seinen naechsten flug in wenigen stunden hatte. Alles in allem haben wir fuer diese nacht lediglich 20 dollar fuers visum bezahlt, jede menge email-adressen, potentielle freifluege und verabredungen fuer die naechsten groundparties auf kho phangan, in singapur, paris und berlin ergattert - Quatar airways: fly the global experience!!!